Die Nied

Es kommt nicht von ungefähr, dass man gelegentlich Rehlingen-Siersburg als "Niedtalgemeinde" bezeichnet. In der Tat ist unser Heimatflüsschen Nied so etwas wie die Visitenkarte unserer Gemeinde wie auch der an ihr gelegenen Städte und Orte im benachbarten Lothringen.

Dabei sind es weniger etwa die Länge und die Mächtigkeit des Flusses, die ihn bedeutsam und angenehm herausheben aus anderen Flussgewässern gleicher Größenordnung. Zwar ist die Nied mit ihren beiden Quellflüssen "Nied Allemande" und "Nied Francaise" der zweitgrößte Nebenfluss der Saar, ihre herausragenden Prädikate sind jedoch die gute Wasserqualität und ihre reizvolle Einfügung in eine noch weitgehend intakte Flusslandschaft.

Der Nied und dem gesamten Niedraum kommt auch eine merkliche Freizeit- und Erhohlungsfunktion zu.
Angler-Herzen schlagen höher, wenn Zahl und Namen der vielen Fischarten genannt werden, die in der Nied gute Lebensbedingungen finden.

Nied und Niedlandschaft bilden ein natürliches Potential, einen "Schatz der Natur", der nicht ausgeplündert werden darf. Deshalb sind Umwelt- und Naturschutz im Niedtal von besonderer Bedeutung. Die großen Anstrengungen zur Reinhaltung im Wege moderner Abwassertechnik haben erfolgreich gefruchtet.

Aus Gründen des gestiegenen Erfordernisses des Naturschutzes im Niedtal ist das Befahren der Nied mit Booten jahreszeitlich (15. März bis 30. Juni) und entsprechend des Wasserstandes (Niedrigwasserstand 30 cm) begrenzt.

Und dennoch, vielleicht gerade deshalb, lädt das ´Land der Nied´ ein zu einem erholsamen, erfrischenden Freizeitspaß! 

Mit dem Schlauchboot oder Kanu über die Nied

Normal ist es nach dem 30. Juni möglich auf der ganzen Nied mit dem Boot zu fahren.

Dies regelt die Verordnung vom 4. April 1996.

Die Pegelhöhe in Niedaltdorf muss aber min. 30cm hoch sein.

Sollte der Pegelstand niedriger sein, dürfen nur in den ausgewählten Bereichen am Wehr in Eimersdorf (150 m flussaufwärts), Siersburg (700 m flussaufwärts) und Hemmersdorf (250 m flussaufwärts) mit Booten und Kanus gefahren werden. Alle anderen Bereiche sind sodann gesperrt.

Der Bereich der Wehre darf ganzjährig befahren werden.

Der restliche Teil der Nied ist vom 15. März bis 30. Juni eines jeden Jahres oder bei einer Pegeltiefe unter 30 cm in Niedaltdorf gesperrt.

Die Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten sind eingezeichnet.